Das Rote Meer zählt zu den besten Schnorchelzielen der Welt: warmes, klares Wasser und einige der artenreichsten Korallenriffe unseres Planeten. Doch wann genau ist die beste Zeit für einen Schnorchelurlaub im Roten Meer? Die ehrliche Antwort: fast das gesamte Jahr über. Jede Jahreszeit bietet jedoch unterschiedliche Bedingungen — wer diese kennt, kann die Reise optimal auf die eigenen Wünsche abstimmen.
Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick über Wassertemperaturen, Sichtweiten, Meereslebewesen und die besten Monate zum Schnorcheln rund um Hurghada — an Spots wie Orange Bay, Dolphin House, Sharm El Naga und Abu Dabbab.
Kann man das ganze Jahr über im Roten Meer schnorcheln?
Ja. Anders als viele Tauch- und Schnorchelziele, die nur eine begrenzte Saison haben, bietet das Rote Meer bei Hurghada das ganze Jahr über ausgezeichnete Bedingungen. Das Wasser ist konstant warm und sinkt selbst im Winter selten unter 20°C. Die Sichtweite ist dank geringer Gezeiten und nahezu fehlender Niederschläge in der Region das ganze Jahr über gut.
Dennoch hat jede Jahreszeit eigene Stärken, je nachdem, was Sie erleben oder beobachten möchten.
Wie warm ist das Wasser im Roten Meer nach Jahreszeiten?
Die Wassertemperatur entscheidet über Ihren Komfort im Wasser und darüber, ob Sie einen Neoprenanzug benötigen.
| Jahreszeit | Monate | Wassertemperatur | Hinweise |
| Winter | Dez – Feb | 20°C – 22°C | Angenehm mit leichtem 3mm-Neopren |
| Frühling | Mär – Mai | 22°C – 26°C | Ausgezeichnet — schnell wärmer, top Sicht |
| Sommer | Jun – Aug | 27°C – 30°C | Wärmstes Wasser, kein Neopren nötig |
| Herbst | Sep – Nov | 25°C – 28°C | Ideales Gleichgewicht: Wärme und Meeresleben |
Selbst im Dezember und Januar verzichten viele Schnorchler auf einen Neoprenanzug, besonders bei Ausflügen zur Mittagszeit, wenn die Lufttemperaturen in Hurghada noch bei angenehmen 20–22°C liegen.
Wann ist die Sichtweite unter Wasser im Roten Meer am besten?
Das Rote Meer ist für seine außergewöhnliche Wasserklarheit bekannt. Die Sichtweite ist von März bis November am größten, wenn der Planktongehalt gering und die Wasseroberfläche ruhig ist. Von der Oberfläche aus lassen sich Riffe und Fische in Tiefen von 20 bis 30 Metern erkennen.
In den Sommermonaten (Juni bis August) ist das Wasser am wärmsten, jedoch kann die Sichtweite durch erhöhte Planktonaktivität leicht abnehmen. Dennoch sind 15 bis 20 Meter Sichtweite auch im Sommer üblich — im weltweiten Vergleich ein exzellenter Wert.
In welchen Monaten ist die Unterwasserwelt beim Schnorcheln am aktivsten?
Verschiedene Tierarten sind zu unterschiedlichen Jahreszeiten besser zu beobachten. Hier eine Übersicht für die Region Hurghada:
- Frühling (März – Mai): Rifffische sind sehr aktiv, gelegentliche Mantarochen-Sichtungen in der Nähe von Makadi Bay, Korallen zeigen ihre schönsten Farben nach dem Winter.
- Sommer (Juni – August): Hochsaison für Meeresschildkröten bei Abu Dabbab, hohe Delphinaktivität bei Dolphin House, und das warme Wasser erlaubt angenehm lange Schnorcheleinheiten.
- Herbst (September – November): Wohl die beste Allround-Saison — warmes Wasser, gute Sichtweite, aktive Riffe und weniger Touristen als im Sommer.
- Winter (Dezember – Februar): Ideal für erfahrene Schnorchler, die einen Neopren nicht scheuen. Ruhigere Riffe, weniger Betrieb, und Tüpfelrochen oder Adlerrochen sind häufiger zu sehen als in anderen Jahreszeiten.
Was ist der beste Monat zum Schnorcheln in Hurghada?
Wenn man einen einzigen Monat hervorheben müsste, fällt die Wahl auf Oktober. Das Wasser ist noch sommerlich warm (ca. 27–28°C), die Sichtweite ist hervorragend, der Hochsaison-Trubel ist vorbei, und das gesamte Spektrum der Meerestiere ist aktiv. April und Mai sind starke Alternativen mit idealen Bedingungen ohne die sommerliche Hitze an Land.
Für Familien aus Deutschland oder Österreich, die in den Schulferien reisen, sind Juli und August trotz der Hauptsaison sehr gute Schnorchelmonate. Das Wasser ist am wärmsten, und die Seebedingungen sind ruhig und sicher.
Ist der Sommer zum Schnorcheln im Roten Meer zu heiß?
Die Lufttemperaturen in Hurghada steigen im Sommer auf 35 bis 40°C — das ist an Land intensiv, macht das Wasser mit 28–30°C jedoch herrlich erfrischend. Die meisten Schnorchelausflüge starten früh morgens (zwischen 8 und 10 Uhr), um ruhigere Seebedingungen zu nutzen und die heißeste Tageszeit zu vermeiden.
Ein UV-Schutz-Shirt oder eine leichte Neoprenjacke ist im Sommer sinnvoll, um Sonnenbrand an der Wasseroberfläche zu verhindern, wo die UV-Strahlung besonders stark ist.
Gibt es Schnorchelspots bei Hurghada, die zu bestimmten Jahreszeiten besonders empfehlenswert sind?
Ja, einige Spots sind saisonabhängig besonders attraktiv:
- Dolphin House (Sha’ab El Erg): Am besten morgens von Frühling bis Herbst besuchen, wenn Spinnerdelfine am aktivsten sind. Im Winter sind Sichtungen möglich, aber weniger verlässlich.
- Abu Dabbab Bucht: Der Sommer ist Hochsaison für Meeresschildkröten und Dugongs, da die Seegraswiesen üppig wachsen und die Tiere im warmen Wasser intensiv fressen.
- Sharm El Naga: Ganzjährig ausgezeichnet, mit einem besonders artenreichen Riff-Ökosystem. Ideal für Anfänger und Familien zu jeder Jahreszeit.
- Orange Bay und Mahmya Island: Am besten von April bis Oktober, wenn die Seebedingungen am ruhigsten und das Strandwetter optimal ist. Im Winter können windige Tage Bootsausflüge beeinträchtigen.
Was sollte ich für einen Schnorchelausflug im Roten Meer mitbringen?
- Badeanzug oder Badehose sowie ein UV-Schutz-Shirt oder leichten Neoprenanzug
- Wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, möglichst riffverträglich
- Handtuch und trockene Wechselkleidung
- Wasser und leichte Snacks für das Boot
- Unterwasserkamera oder wasserdichte Handyhülle
Schnorchelmasken, Flossen und Schwimmwesten werden auf allen unseren Touren gestellt — Sie müssen keine eigene Ausrüstung mitbringen, es sei denn, Sie bevorzugen Ihre eigene.
Egal zu welcher Jahreszeit Sie Hurghada besuchen — es gibt immer einen Schnorchelausflug, der perfekt zu Ihrem Urlaub passt. Entdecken Sie unser Angebot an Rotes-Meer-Schnorcheltouren: von Halbtagsausflügen zu Korallenriffen bis hin zu ganztägigen Inselexkursionen.
Häufig gestellte Fragen
Kann man im Roten Meer im Dezember oder Januar schnorcheln?
Ja. Winterschnorcheln in Hurghada ist problemlos möglich und lohnenswert. Bei Wassertemperaturen von 20–22°C reicht ein leichter Neopren für angenehmen Komfort. Die Riffe sind ruhiger, weniger Touristen sind unterwegs, und Tüpfelrochen sowie Adlerrochen lassen sich im Winter häufiger beobachten als in der Hochsaison.
Muss ich gut schwimmen können, um im Roten Meer zu schnorcheln?
Nein. Viele der besten Schnorchelspots rund um Hurghada liegen in flachen, geschützten Buchten mit wenig Strömung. Schwimmwesten stehen auf allen unseren Touren zur Verfügung, und unsere Guides begleiten die Teilnehmer durchgehend im Wasser. Auch komplette Anfänger und Nichtschwimmer können sicher teilnehmen und das Erlebnis in vollen Zügen genießen.
Ist Schnorcheln im Roten Meer für Kinder geeignet?
Ja, absolut. Spots wie Sharm El Naga, Orange Bay oder Paradise Island sind besonders familienfreundlich: ruhiges, flaches Wasser und bunte Rifffische in unmittelbarer Nähe der Oberfläche. Kinder sind in der Regel begeistert, und unsere Guides haben Erfahrung im Umgang mit jungen Schnorchlern.
Was ist der Unterschied zwischen Schnorcheln im Sommer und Winter in Hurghada?
Im Sommer ist das Wasser wärmer, man kann länger im Meer bleiben, und Schildkröten sowie Delfine sind häufiger zu sehen. Im Winter sind die Spots ruhiger, das Wasser kühler aber durchaus schwimmbar, und die Artenvielfalt ist anders zusammengesetzt. Beide Jahreszeiten bieten ausgezeichnetes Schnorcheln — die Wahl hängt von Ihren persönlichen Vorlieben für Wetter und Andrang ab.


